Soziale Sicherheit stärken und Vertrauen zurückgewinnen
Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Nordrhein-Westfalen hat auf ihrer Landestagung am 10. Oktober in Leverkusen die soziale Sicherheit und die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft in den Mittelpunkt gestellt. Für den CDA-Kreisverband Bottrop nahmen die Kreisvorsitzende Susanne Jungmann, ihr Stellvertreter Friedrich Busch sowie Dr. Anette Bunse , MdL und Landesvorsitzende der Senioren Union NRW, teil.
NRW-Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sprach offen über den Vertrauensverlust der Union. "Wir haben das Vertrauen von vielen Menschen einfach verloren", erklärte er. Steigende Lebenshaltungskosten, eine verlässliche Gesundheitsversorgung und die Sorge um den Arbeitsplatz müssten wieder stärker in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen rücken.
Auch CDA-Bundesvorsitzender Dennis Radtke MdEP forderte, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konsequenter zu vertreten. Mit seiner Aussage "Es ist doch nicht links, wenn Menschen Angst haben, dass sie ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können!" erhielt er großen Beifall.
Eine klare Absage erteilten Laumann und Radtke jeder Annäherung oder Zusammenarbeit mit der AfD. Eine solche Haltung sei mit den christlich-sozialen Grundwerten und dem Aufstiegsversprechen der Sozialen Marktwirtschaft nicht vereinbar. Ohne zugewanderte Fachkräfte können viele wichtige Arbeitsbereiche nicht mehr funktionieren.
Ministerpräsident Hendrik Wüst appellierte an die Delegierten, den Menschen gerade in schwierigen Zeiten Mut und Zuversicht zu vermitteln. Politik müsse verständlicher erklären, welche Chancen mit notwendigen Reformen verbunden seien, statt ausschließlich über Belastungen und Zumutungen zu sprechen. Selbstkritisch räumte Wüst ein, dass die Union nicht immer die richtige Sprache gefunden habe. Zugleich betonte er die Bedeutung eines starken christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels.
Für die Bottroper Delegation wurde deutlich, dass wirtschaftlicher Fortschritt und soziale Verantwortung zusammengehören. Investitionen in Forschung und Innovation, bessere Bildungschancen sowie eine verlässliche medizinische Versorgung seien wichtige Voraussetzungen für sichere Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Aufstieg. Nordrhein-Westfalen setze hier unter anderem mit dem Forschungsstandort Jülich, der Hochschullandschaft und der Neuordnung der Krankenhausversorgung wichtige Akzente.
CDA-Kreisvorsitzende Susanne Jungmann zog ein klares Fazit: "Die Menschen in Bottrop haben dieselben Sorgen, über die in Leverkusen gesprochen wurde. Die CDA ist die Wächterin der christlichen Soziallehre in der Union. Diese Rolle werden wir auch vor Ort selbstbewusst wahrnehmen."
Auch ihr Stellvertreter Friedrich Busch betonte, dass politisches Vertrauen nur durch konkrete Lösungen für die Probleme der Menschen zurückgewonnen werden könne. Landtagsabgeordnete und Landesvorsitzende der Senioren Union NRW Dr. Anette Bunse hob insbesondere die Bedeutung guter Arbeitsplätze, leistungsfähiger Hochschulen und neuer Aufstiegschancen für das Ruhrgebiet hervor.
Die Bottroper CDA nimmt aus Leverkusen einen klaren Auftrag mit: Soziale Sicherheit, gute Gesundheitsversorgung, faire Aufstiegschancen und eine eindeutige Haltung gegenüber politischem Extremismus bleiben zentrale Anliegen ihrer politischen Arbeit.